Jean-Guihen Queyras und Akamus spielen Haydn - Ein Mozartstadt-Konzert

Jean-Guihen Queyras, Akademie für Alte Musik Berlin  

Kleiner Goldener Saal
Jesuitengasse 12
86152 Augsburg

Tickets ab 11,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Kulturamt der Stadt Augsburg, Bahnhofstr. 18 1/3a, 86150 Augsburg, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Programm:

Luigi Boccherini (1743‐1805)
„Musica notturna delle strade di Madrid“, op. 30, No. 6

Joseph Haydn (1732‐1809)
Konzert für Violoncello in D‐Dur Hob. VIIb:2

Ignaz Josef Pleyel (1757‐1831)
Konzert für Violoncello in C‐Dur B.104

Joseph Haydn
Symphonie Nr. 52 in c‐Moll Hob. I:52


Nach der vielfach prämierten CD‐Einspielung von Werken Vivaldis und gefeierten Konzerten in Europa und Japan widmen sich Akamus und der Ausnahme‐Cellist Jean‐Guihen Queyras in ihrem neuen Konzertprogramm dem Goldenen Zeitalter des Cellospiels.

Mit den beiden Solo‐Konzerten Haydns und Pleyels stehen zwei bedeutende Gattungsbeiträge aus dem späten 18. Jahrhundert im Zentrum des Programms. Haydns D‐Dur‐Konzert ist ein Glanzlicht seines gesamten Schaffens. Es entstand für Anton Kraft, den begnadeten Cello‐Virtuosen des Orchesters, das Haydn auf Schloss Esterhazý als Kapellmeister leitete.
Dort zählte auch Ignaz Joseph Pleyel zu seinen Schülern, bevor er mit großen Schritten aus dem Schatten des Lehrers heraustrat. Als Komponist nicht nur von Mozart hochgeachtet, waren Pleyels Werke auch beim Publikum außerordentlich beliebt. Schließlich zeigte er in seinen Kompositionen keine Scheu vor eingängigen Melodien und vor dem Populären, ohne dabei jedoch Geschmack und Originalität preiszugeben.
Mit Boccherini ist in diesem Programm ein dritter Komponist im Bunde, der selbst ein berühmter Cello‐Virtuose war und ‐ wie Haydn ‐ einer der bedeutendsten Vorreiter der klassischen Sinfonik. Als einer der ersten italienischen Komponisten widmete er sich ebenfalls intensiv der Kammermusik. Sein Musica notturna ist ein verschmitzter Konzerteinstieg: eine muntere Suite, die das nächtliche Treiben auf den Straßen Madrids schildert.
Einen markanten Schlusspunkt setzt dagegen ein zentrales Werk aus Haydns sogenannter ‚Sturm und Drang‘‐Phase. Die 52. Symphonie zeigt eindrucksvoll Haydns prägenden Einfluss auf eine zentrale Idee der Wiener Klassik, die Steigerung des innermusikalischen Ausdrucksgehaltes. Präzision im Aufbau, klangliche Intensität und nicht zuletzt die Tonart c‐ Moll machten das Werk zu einem Meilenstein auf dem Weg zu Beethovens 5. Symphonie.

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